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Cliffhanger

Mirafall, Ötschergräben, N.Ö.
18. September 2020 – September 2021

Nach drei Jahren Vorbereitungszeit und 13 Jahre nach dem ersten Entwurf wird nun das Projekt „Cliffhanger“ am 18. September 2020 in den Ötschergräben eröffnet. In einer Steilwand neben dem Mirafall wird die Fassade eines Geschäftslokals angebracht.

Mit spektakulären Mitteln wird hier die Eroberung der Landschaft und das beständige Ausbreiten von Zivilisationsgrenzen – auch durch den Tourismus – visualisiert. Der Massentourismus, der in den letzten Jahren oft Städte und Regionen zu Kulissen für ihre Besucher vorkommen ließ und deren Bewohner zu Statisten ihres eigenen Umfeldes machte, ist nun selbst durch das Corona-Virus angeschlagen. Die radikalen Vorgangsweisen in Erholungsgebieten, auch auf Kosten der örtlichen Bevölkerung und der Natur Gewinne zu maximieren, scheinen zumindest einmal unterbrochen zu sein.

Ist diese Installation vielleicht ein Sinnbild für diesen Zustand? Ist Tourismus mittlerweile für viele unerreichbar?

Das Mostviertel/das Ötscher-Gebiet ist eine Region, die von diesen negativen Entwicklungen bisher weitgehend verschont geblieben ist, und so kann das Projekt gewissermaßen auch als eine Warnung oder als ein Mahnmal verstanden werden, zukünftig nachhaltiger und sensibler mit der Umwelt umzugehen.

 

 

CLIFFHANGER PARCOURS 

Ein filmischer Parcours von Sylvia Eckermann und Gerald Nestler vertieft die thematischen Aspekte der Kunstintervention „Cliffhanger“ von Steinbrener/Dempf & Huber. Während der Wanderung im Naturpark Ötscher-Tormäuer können die vor Ort entstandenen Filmaufnahmen an den jeweiligen Drehorten angesehen werden. Der Weg vom Naturparkzentrum Ötscher-Basis über das historische Wasserkraftwerk Wienerbruck bis zum Mirafall und weiter zur Erlaufsperre führt so an performativen Aktionen und musikalischen Kompositionen vorbei, in denen sich Bruchlinien unseres Umgang mit natürlichen und menschlichen Ressourcen in der scheinbar ursprünglichen Schönheit der Natur und ihrem grandiosen Wasserreichtum spiegeln.

Die Filmaufnahmen sind Teil des experimentellen Filmmusicals „Alles hat Grenzen, nur der Mondfisch nicht“ von Sylvia Eckermann und Gerald Nestler, das 2021 erscheinen wird.