Home  /  Projekte  /  To Be In Limbo
ToBeinLimbo_DC86645
To Be In Limbo, Jesuitenkirche Wien, 2015
ToBeinLimbo_DSC1095
To Be In Limbo, Jesuitenkirche Wien, 2015
ToBeinLimbo_DSC1138
To Be In Limbo, Jesuitenkirche Wien, 2015
ToBeinLimbo_DSC0909
To Be In Limbo, Jesuitenkirche Wien, 2015 – Aufbau
ToBeinLimbo_DSC1144
To Be In Limbo, Jesuitenkirche Wien, 2015 – Detail
ToBeinLimbo_DSC1148
To Be In Limbo, Jesuitenkirche Wien, 2015 – Detail
ToBeinLimbo_DSC1157
To Be In Limbo, Jesuitenkirche Wien, 2015 – Detail
ToBeinLimbo_DSC1182
To Be In Limbo, Jesuitenkirche Wien, 2015 – Detail
ToBeinLimbo_DSC1175
To Be In Limbo, Jesuitenkirche Wien, 2015 – Detail
ToBeinLimbo_DSC1189
To Be In Limbo, Jesuitenkirche Wien, 2015 – Detail
ToBeinLimbo_DSC1203
To Be In Limbo, Jesuitenkirche Wien, 2015 – Detail
ToBeinLimbo_DSC1212
To Be In Limbo, Jesuitenkirche Wien, 2015 – Detail
ToBeinLimbo_HH_0190713
To Be In Limbo, St. Katharinenkirche Hamburg, 2015

TO BE IN LIMBO

20. November – 19. April 2015
Jesuitenkirche, Wien

Ein riesiger Felsbrocken scheint in einer Kirche zu schweben. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine sockellose Skulptur, die das Thema Glauben und dessen bedrohlichen Momente visualisiert. Zudem ist «To be in Limbo» eine Hommage an den surrealistischen Maler René Magritte, der wiederholt schwebende Steine darstellte. Die „Natur außer Rand und Band“ ist ein wiederkehrendes Motiv in den meist im öffentlichen Raum platzierten Arbeiten der Wiener Künstlergruppe Steinbrener/Dempf & Huber.

Was im Zeitalter von Cut/Copy/Paste als Abbildung für eine simple Fotomontage gehalten werden kann, wird von Steinbrener/Dempf & Huber tatsächlich in Form eines dreidimensionalen Objektes (8 Meter Höhe, 5 Meter Breite und 4 Meter Tiefe) in der Jesuitenkirche, Wien realisiert.

Seit der griechischen Plastik des 6. Jahrhundert v. Chr. ist die schwebende Nike ein wiederkehrendes Motiv. In der Bibliothek von Alexandria etwa gab es Figuren, die in einem Magnetfeld schwebten. Das Schweben wurde im Lauf der Jahrhunderte der Inbegriff der Übernatürlichkeit. Quer durch die Kunstgeschichte bis ins 20. Jahrhundert wurde für Bildhauer die Darstellung des Schwebens zum Nachweis, schweres Material wie Stein und Metall so gekonnt einsetzen zu können, dass die physikalischen Gesetze aufgehoben zu sein schienen. Die Surrealisten stellten diese Gesetze wiederholt in Frage.

In der Jesuiten-Kirche in Wien wirkt der Fels bedrohlich, das spirituelle Moment entwickelt sich hier zur Damokles-artigen Anmutung.

Technisches

Der 8 Meter hohe und 5 Meter breite Kunststoff-Felsen ist in sechs Teile zerlegbar, wiegt ca. 700kg und wird an drei Punkten mit 2mm-Stahlseilen aufgehängt. Mitentwickelt und statisch betreut wird das Projekt von Bollinger+Grohmann+Schneider, einem Ingenieurbüro für Tragwerks- und Fassadenplanung, Geometrie-Entwicklung und Bauphysik.

Ausführende Firmen NPH-Works Budapest
Statik Reinhard Schneider
Gefördert von Jesuiten Wien • Otto Mauer–Fonds • private Förderer