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I’m Waiting For The Man, Stiftskirche, Stift Klosterneuburg, 2014
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I’m Waiting For The Man, Stiftskirche, Stift Klosterneuburg, 2014
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I’m Waiting For The Man, Stiftskirche, Stift Klosterneuburg, 2014 – Detail
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I’m Waiting For The Man, Stiftskirche, Stift Klosterneuburg, 2014
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I’m Waiting For The Man, Stiftskirche, Stift Klosterneuburg, 2014
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I’m Waiting For The Man, Stiftskirche, Stift Klosterneuburg, 2014 – Detail
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I’m Waiting For The Man, Stiftskirche, Stift Klosterneuburg, 2014
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I’m Waiting For The Man, Stiftskirche, Stift Klosterneuburg, 2014 – Detail

I’M WAITING FOR THE MAN

Beitrag zu 900 Jahre Stift Klosterneuburg im Rahmen der Ausstellung «Hier & Jetzt / Hic & Nunc» 2014

25. April bis 16. November 2014 in der Stiftskirche Klosterneuburg

Die Stiftskirche ist das religiöse Zentrum des Stiftes. Der barocke Innenraum mit seiner Größe und seinem dichten Bildprogramm ist keine einfache Voraussetzung für ein Projekt, das auf die gegebene Situation künstlerisch reagieren soll.

Steinbrener/Dempf & Huber, die in ihren Arbeiten immer wieder dem Tierreich eine zentrale Rolle überantworten, lassen einen unerwarteten, magischen Moment entstehen. Der Titel „I’m waiting for the man“, der ganz bewusst durch den Zusammenhang mit dem Präsentationsort gewählt wurde, hat seinen Ursprung allerdings im Titel eines Songs von The Velvet Underground und stellt damit von Beginn an die Offenheit der Lesbarkeit in den Raum. Über der Vierung schwebt ein Steinkreis, der scheinbar von Hunderten Schmetterlingen getragen wird. Dieses wundersame Ereignis, das jeder physikalischen Grundlage entbehrt, gibt dem Glaubensbegriff, der die Substanz dieses Ortes ist, ein überraschendes Bild. Es ist zweifellos kein tatsächliches Ereignis, sondern ein Bild, das versucht, unsere Vorstellungskraft zu bewegen und sich dieser Illusion in der Betrachtung ein wenig zu öffnen. Das Objekt bedient sich keines gängigen ikonografischen Modells, sondern entwirft sein eigenes, um aber auch religiöse Fragestellungen aufzuwerfen. Die Schmetterlinge fungieren dabei bewusst als physische Fremdkörper, die in diesem kunsthistorisch bedeutenden Kulturgut paradoxerweise einen surrealen, weil „natürlichen“ Charakter haben. Steinbrener/Dempf & Huber schlagen aber nichtsdestoweniger eine Brücke zum Wiederauferstehungsgedanken, wenn man an die Genese bzw. den Transformationsprozess der Schmetterlinge denkt.

Text: Juliane Feldhoffer, section.a

Kuratorin Christine Haupt-Stummer, Juliane Feldhoffer – section.a