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FREEZE!

Dioramen und Stillleben

Naturhistorisches Museum Wien, 4. Juni bis 30. September 2012

 

Wir nehmen die drastisch gestiegene Bedeutung des Kulturlandschaftstypus «Stadt» zum Anlass, uns mit der Koexistenz von Menschen, Tieren und Pflanzen im Rahmen urbaner Strukturen auseinanderzusetzen. Für das Aufeinandertreffen von Tier und Mensch wird ein für naturwissenschaftliche Museen traditionelles Ausstellungsmittel revitalisiert: das Diorama. Diese Schaukästen arbeiten mit optischen Täuschungen und verschleiern die Unterschiede zwischen dreidimensionalen Gegenständen im Vordergrund und zweidimensionalen Hintergründen.

«Freeze» produziert mit den Dioramen aktualisierte Bilder von Tieren in urbanen Zusammenhängen. So wird es unter anderem einen Blick auf die dschungelartig verworrenen Stromleitungen von Mumbai geben, in denen Affen sitzen, oder ein Bild aus der Perspektive einer Überwachungskamera auf einen Elch, der sich in einem skandinavischen Supermarkt verirrt hat.

Dabei kommt es zu einer intensiven Zusammenarbeit mit den Präparatoren des Museums, die die Tiere in den Dioramen für uns vorbereiten oder eigens präparieren.

Zusätzlich haben wir in unserem Studio ein prototypisches Diorama aufgestellt, das wir mehrfach mit unterschiedlichsten Tieren des Museums bestücken und fotografieren. Diese Fotos werden als großformatige Drucke in der Ausstellung zu sehen sein – kombiniert mit Tier-Stillleben, die wir in den letzten Jahren produzierten.

In Zusammenarbeit mit Martin Huber